Der mineral- und kohlenstoffhaltige trockene Reststoff der PYREG-Karbonisierung (Pflanzenkohle) kann u.a. durch die hohe Speicherkapazität für Wasser und Nährstoffe (v.a. Ammonium, Nitrat und Phosphat) zu einem langfristig wirkenden Bodenverbesserer nach dem Prinzip der Terra Preta veredelt werden. Die Anwendung der Pflanzenkohle als Bodenverbesserer verhindert unter anderem ein schnelles Auswaschen der Nährstoffen aus dem Boden und verbessert im Zusammenspiel mit Bodenmikroorganismen die Bereitstellung pflanzenverfügbarer Nährstoffe. Zudem wird die Wasserrückhaltekapazität erhöht, was die Böden gegenüber Trockenstress unempfindlicher werden lässt.

Sequestrierung von in Pflanzenkohle gebundenen Klimagasen (CO2) in landwirtschaftlich genutzte Böden ist zum derzeitigen Stand der Technik der einzige Weg, CO2 langfristig und in signifikanter Menge aus der Atmosphäre zu entziehen.

Beispiele Pflanzenkohle: (v.l.n.r) Rübenschnitzel, Miscanthus, Kaffebohnen, Biertreber, Forstabfälle, Klärschlamm