Der Bereich der Entsorgung insbesondere von Klärschlämmen wird aufgrund von gesetzlichen Veränderungen (TASi, Hygieneverordnung, Düngemittelverordnung) kurzfristig weiter an Bedeutung gewinnen. Die Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlichen Flächen wird aus hygienischen Gründen zunehmend eingeschränkt (BSE, EHEC). Aufgrund dieser aktuellen Entwicklungen wird insbesondere im ländlichen Raum ein Verfahren zur dezentralen thermischen Entsorgung von Klärschlamm kleiner und mittlerer Kläranlagen (15.000 bis 50.000 Einwohner) verstärkt nachgefragt.
Das PYREG-Verfahren bietet eine echte Alternative zu den momentan praktizierten Entsorgungswegen, da neben der landwirtschaftlichen Verwertung aktuell nur die Mitverbrennung in Kraftwerken und Zementanlagen zur Disposition steht, was allerdings einen erheblicher Energie- und Logistikaufwand verursacht. Das PYREG-Verfahren arbeitet im Gegensatz dazu dezentral, und nutzt zur Trocknung und Verbrennung die im Klärschlamm gebundene Energie. Die direkte landbauliche Nutzung der als organischer Dünger wirkenden hygienisierten Bestandteile der Klärschlammasche, welche bis zu 18 % Phosphor enthält ist hier eine weitere interessante Verwertungsoption.